IHK-Außenwirtschaftstag NRW | 21. September 2010 in Münster

Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen

Donnerstag, 09.09.2010

.Analysen / Research

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(Fot: Kaarsten - www.fotolia.com)

NRW-Auslandsgeschäft von Wirtschaftskrise gezeichnet

Going International 2009

Im Juli 2009 wurde erneut auf Bundesebene erhoben, wie der „Stand der Dinge“ bei den deutschen auslandsorientierten Unternehmen ist. Kaum ein Thema könnte aktueller sein, ist doch die deutsche Wirtschaft besonders stark vom Auslandsgeschäft abhängig und hat der weltweite parallele Abschwung als Brandbeschleuniger des Abschwungs gewirkt. Auf Bundesebene beteiligten sich an dieser größten Umfrage zum internationalen Geschäft insgesamt 2.255 Unternehmen, aus NRW waren es 345.

Ergebnisse auf einen Blick

  • 58 Prozent der Unternehmen haben eine Exportquote bis 40 Prozent, bei zehn Prozent der Befragten liegt sie über 80 Prozent. Der Internationalisierungsgrad steigt mit der Größe des Unternehmens.
  • Bei 60 Prozent der Unternehmen ist der Umsatz im Ausland in den letzten fünf Jahren gestiegen, bei 15 Prozent ist er gesunken. Die meisten Firmen mit Zuwächsen gab es im Kernbereich des Mittelstands zwischen 25 und 250 Mio. Euro Gesamtumsatz. Überdurchschnittlich viele Unternehmen melden Umsatzzuwächse in den neuen Mitgliedstaaten der EU, Osteuropa (Russland, GUS) sowie in Asien.
  • Bei der Hälfte der Unternehmen ist in den letzten fünf Jahren der Gewinn im Ausland gestiegen, bei 23 Prozent ist er gefallen. Je höher der Auslandsumsatz am Gesamtumsatz, desto positiver die Gewinnentwicklung. 
  • Bei mehr als einem Drittel der Unternehmen ist der Personalbestand im Ausland gestiegen. Sogar bei 37 Prozent ist er parallel im Inland gestiegen. Mit zunehmender Größe steigt die Zahl der Unternehmen mit positiver Beschäftigungsentwicklung.
  • 62 Prozent der Unternehmen mit Auslandsgeschäft melden einen Umsatzanstieg im Inland in den letzten fünf Jahren. Überdurchschnittliche Umsatzentwicklungen gab es sowohl bei Firmen mit Einkaufbüros wie auch mit ausländischen Tochterunternehmen.
  • Die bevorzugte Form des Auslandsengagements ist der Export (91 Prozent). Die Hälfte der Unternehmen arbeitet mit einem Kooperationspartner oder Handelsvertreter zusammen. Jede achte Firma nutzt die Möglichkeiten des E-Commerce.
  • Große Hindernisse für das Auslandsgeschäft liegen in den Begleiterscheinungen der Finanzkrise, insbs. in den schwierigen Absatzmöglichkeiten (81 Prozent) und in den Finanzierungsproblemen der Geschäftspartner (75 Prozent). 
  • Die Rechtssicherheit im Ausland wird für die mittelständischen Unternehmen immer mehr zu einem Problem – 69 Prozent kritisieren die rechtlichen Rahmenbedingungen, 65 Prozent die Korruption.
  • Auf der Wunschliste ganz oben stehen zielgerichtet Auslandsinformationen (73 Prozent) sowie bei fast zwei Dritte der Unternehmen die Beratung durch das AHK/IHK-Netzwerk. Zudem sind mit der weltweiten Krise private Absicherungsmöglichkeiten des Auslandsgeschäfts in den Vordergrund gerückt (64 Prozent).

Ansprechpartner

Prof. Dr. Bodo Risch

Prof. Dr. Bodo Risch

Telefon 0251 707-298

Telefax 0251 707-257

Email an <strong>Prof. Dr. Bodo Risch</strong>

Stellv. Hauptgeschäftsführer
Geschäftsbereichsleiter International und Dienstleistungen

 

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