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China 2025 – Zukunftsmarkt oder Kampfansage?

11:45 – 12:35 Uhr (Weißer Saal)

Die kommunistische Führung möchte, dass das Land bis zum hundertjährigen Bestehen der Volksrepublik im Jahr 2049 zur weltweit führenden Industrienation aufsteigt. Diese Vision soll u.a. durch die „Belt-and-Road-Initiative“ (Gewinnung von neuen Absatzmärkten und Rohstoffquellen) sowie „Made in China 2025“ und „Green and Smart Manufacturing“ (China als Innovationstreiber z.B. bei Digitalisierung, E-Mobilität und E-Commerce) bekräftigt werden. Ziel ist die Restrukturierung der gesamten chinesischen Industrie, auch durch Übernahme von westlichen Hightech-Unternehmen aus Schlüsselbranchen und die Subventionierung von Staatsunternehmen und Konzernstrukturen.
Der USA-China-Konflikt mit vielen Zollerhöhungsrunden ist 2021 trotz einer neuen US-Administration nicht vom Tisch. Das Regime, welches Menschenrechte und Datenschutz eher eng definiert, wachsende geopolitische Machtansprüche hegt und überaus ambitionierte Wirtschaftspläne hat, tritt immer selbstbewusster auf.
Das Podium möchte folgende Fragen erörtern: Wie sieht die Nach-Corona-Zeit in China aus und was bedeutet das für mittelständische deutsche Unternehmen? Gibt es faire Wettbewerbsbedingungen beim Marktzugang? Wie offen oder protektionistisch entwickelt sich der wichtigste deutsche Handelspartner und einer der wichtigsten Investitionsstandorte der deutschen Wirtschaft? Und wo liegen die Herausforderungen und Chancen in der Zukunft?

Moderator des Fachforums:
Frank Herrmann
Geschäftsführer Fachbereich International
Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen


Frank Herrmann ist seit 2001 Geschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) und leitet u.a. den Fachbereich International. Er berät und unterstützt Unternehmen beim Einstieg ins Auslandsgeschäft. Die SIHK hat in den letzten Jahren mehrere China-Veranstaltungen und Delegationsreisen nach China durchgeführt, insbesondere für Automobilzulieferer, und unterstützt die Start-Up-Factory in Kunshan nahe Shanghai. In Nordrhein-Westfalen ist die SIHK Schwerpunktkammer für Kanada und Polen.

Diskussionsteilnehmer:
Dr. Madeleine Martinek, LL.M., LL.M. oec. (Nanjing)
Rechtsanwältin
Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Köln


Dr. Madeleine Martinek studierte Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg. Nach dem ersten Staatsexamen absolvierte sie in Göttingen und Nanjing den LL.M.-Studiengang „Chinesisches Recht und Rechtsvergleichung“ und promovierte mit einer englisch-sprachigen Dissertation zum chinesischen Wirtschaftsrecht. Während des Studiums und des Referendariats in Berlin arbeitete Madeleine Martinek in internationalen Kanzleien in Shanghai, Johannesburg und San Francisco. Vor Eintritt in die Kanzlei war sie als Leiterin der Rechtsabteilung der Auslandshandelskammer in Peking tätig und sodann als Assistant Professor an der China-EU School of Law in Peking. Sie spricht deutsch, englisch, chinesisch und französisch, und veröffentlicht regelmäßig im chinesischen Recht und im internationalen Handels- und Schiedsverfahrensrecht.
Dr. Madeleine Martineks Tätigkeitsbereich umfasst allgemeines Gesellschaftsrecht, Außenwirtschaftsrecht und M&A, insbesondere Projekte mit China-Bezug. Sie berät bei nationalen und internationalen Unternehmenskäufen, und betreut chinesische Unternehmen bei deren Investitionen in Europa.

Bernd Reitmeier
Geschäftsführer/Gesellschafter
Startup Factory (Kunshan) Co. Ltd


Seit 2010 ist Bernd Reitmeier Geschäftsführer und (Gründungs-)Gesellschafter der Startup Factory (Kunshan) Co. Ltd. Er und sein Team fungieren als Geschäftsführung für derzeit 37 Tochterunternehmen deutscher Mittelständler und unterstützen sie operativ beim Produktionsstart in China.
Reitmeier studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin. Von 1997 – 2010 war er in verschiedenen Funktionen in der AHK China tätig. Von 2008 – 2010 war er Geschäftsführer der German Industry & Commerce Co. Ltd., einer Dienstleistungsgesellschaft der AHK. Über seine Tätigkeit hinaus ist er als Boardmitglied oder Supervisor bei mehreren deutschen Unternehmen in China eingebunden. Schwerpunkt: Operatives Management von Auslandstöchtern, Markteintrittsberatung deutscher Unternehmen in China, Investitionsberatung, Vertriebs- und Einkaufsberatung. Von 2014 – 2016 war Bernd Reitmeier Vorstand der Deutschen Handelskammer in China.

Tobias Urban
Market Entry & Business Development Manager
German Industriy & Commerce Greater China GmbH, Karlsruhe


Tobias Urban, Market Entry & Business Development Manager, German Industry & Commerce Greater China GmbH, Karlsruhe.
Seit März 2015 ist Tobias Urban in verschiedenen Funktionen für die German Industry & Commerce Greater China GmbH tätig, dem Deutschlandbüro der Auslandshandelskammern in Greater China. Als Market Entry & Business Development Manager berät Herr Urban deutsche Unternehmen und Organisationen zum chinesischen Markt mit dem Schwerpunkt auf Markteintrittsstrategien. Tobias Urbans Expertise umfasst insbesondere eine auf die unternehmerische Praxis abgestimmte Bewertung der lokalen Rahmenbedingungen sowie die Identifizierung von Strategien für einen nachhaltigen Geschäftsaufbau in der Region Greater China.
Herr Urban ist Diplom-Ökonom und schloss sein Studium der Wirtschaftswissenschaften in Bochum mit dem Schwerpunkt Makroökonomie und Internationale Wirtschaftsbeziehungen ab.

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