Volles Haus beim IHK-Außenwirtschaftstag NRW

Etwa 700 Teilnehmer haben sich beim „Außenwirtschaftstag“ der nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) im Eurogress Aachen über die drängendsten Fragen des Exportgeschäfts ausgetauscht. Die landesweit größte Veranstaltung ihrer Art bot unter dem Motto „Welthandel im Weltwandel“ in der zehnten Auflage zahlreiche Workshops, Vorträge und eine auf über 800 Quadratmetern platzierte Fachmesse an. „So turbulent wie momentan ging es in der Außenwirtschaft lange nicht zu“, betonte Wolfgang Mainz, Präsident der gastgebenden IHK Aachen: „Großbritannien verlässt die EU, China und die USA liefern sich einen erbitterten Handelsstreit – und Themen wie ‚Digitalisierung‘ oder ‚Datensicherheit‘ stellen die Unternehmen schon vor grundsätzliche Herausforderungen.“ „Viele Unternehmen müssen in der heutigen Zeit auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren“, sagte IHK-Vizepräsident Dr. Stephan Kufferath, Vorstand der „GKD – Gebr. Kufferath AG“ mit Sitz in Düren: „Wir haben unsere Produktionskapazitäten in den Vereinigten Staaten deutlich erhöht, um auf Importbarrieren vorbereitet zu sein, und wir haben unser Engagement in Großbritannien mit Blick auf den ‚Brexit‘ zurückgefahren.“ Unter der Moderation von TV-Journalistin Kay-Sölve Richter diskutierten zahlreiche Spitzenmanager international erfolgreicher Unternehmen über die derzeitige Wirtschaftslage und neue Strategien. Neben Politikern wie Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp und Regierungspräsidentin Gisela Walsken waren auch Kiews Bürgermeister Dr. Vitali Klitschko und Ex-Box-Weltmeisterin Regina Halmich zu Gast. Weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung waren die gut besuchten Workshops zu Themen wie „Quo vadis, China?“, „Zoll 4.0“ und „Brexit – der Countdown läuft“. Außerdem nutzten viele Unternehmer die Gelegenheit zu einem persönlichen Beratungsgespräch bei Experten der 60 deutschen Auslandshandelskammern. Der nächste „IHK-Außenwirtschaftstag NRW“ wird turnusgemäß in zwei Jahren in Essen stattfinden.